Auf zu Goethe nach Weimar

„Auf zu Goethe“ war am Donnerstag, den 17.3.2016, wohl  in mindestens 20 Snapchat Stories zu sehen, denn für die Grundkurse Deutsch von Frau Klutzny und Frau Spyrka ging es für zwei Tage nach Weimar, in die deutsche Kulturstadt schlechthin und Goethes zentrale Wirkungsstätte. Die Fahrt hatte natürlich einen Anlass: Da im Grundkurs zur Zeit Goethes Faust gelesen wird, dachten sich unsere Lehrerinnen, dass es dem Verständnis des Werkes zuträglich sein müsste, auf Goethes Spuren zu wandeln und die Aura der bedeutendsten deutschen Schriftsteller zu spüren.

Als um 11 Uhr dann 42 Schüler den Bus bestiegen, konnte man an den zu 90 Prozent mit Essen be-ladenen Rucksäcken, den Kopfhörern und Jogginghosen erkennen, dass diese Fahrt wohl länger dauern würde. Das Highlight der Busfahrt wird wohl unser  Busfahrer Kurt gewesen sein, der den Bildungsauftrag dieser Exkursion sehr ernst nahm, und uns schon auf der Fahrt mit wertvollen Infos über Weimar und Umgebung inklusive diverser Autobahnen und Autobahnkreuze unterhielt.

Nachmittags dann endlich in Weimar angekommen, ließ man aufgrund des trügerischen Sonnen-scheins seine Jacken und Schals im Bus, um dann festzustellen, dass Hände die Farbe wechseln, wenn sie zu kalt werden. Nach einem etwa einstündigem Aufenthalt in Weimar und teils mit Hän-den in bläulicher Färbung traten alle zur Stadtführung an, bei der wir allerhand über Goethe und Schiller sowie deren Wohnstätten, Liebesleben und Werke, aber auch viel über Weimar im Allge-meinen erfuhren. Der Abend stand allen zur freien Verfügung und so fuhr man, sofern man nichts mehr von seinem Lunchpaket übrig hatte, auf der Suche nach Essen vom frisch bezogenen Hostel in die Stadt. Um 23 Uhr trudelten alle wieder im Hostel ein und da das Frühstück schon für 8 Uhr angesetzt war, blieb uns nichts anderes übrig, als schlafen zu gehen.

Wie angekündigt, saßen alle - noch in verschiedenen Schlafstadien - beim Frühstück und um 9 Uhr dann auch im Bus, der uns zu einem finalen Besuch des Goethehauses brachte, bevor wir Weimar am frühen Nachmittag leider schon wieder verlassen mussten.

Das Goethehaus ist in zwei Ausstellungsbereiche unterteilt: Zum ersten in Goethes Wohnhaus, welches auch heute noch mit originalen Exponaten und Möbeln der Familie Goethe ausgestattet ist. Der Besucher erhält so einen guten Eindruck davon, wie Goethe gelebt und in welcher Atmo-sphäre er seine berühmten Werke geschrieben hat. Der schön angelegte Garten lässt zudem erah-nen, wie Goethe und seine Frau Christiane ihre gemeinsame Freizeit verbracht haben mögen. Ein zweiter Ausstellungsbereich befindet sich in einem modernen Anbau und enthält weitere Samm-lungsbestände zu Goethes Wirken.

Nach erneuter langer Busfahrt inklusive Imbisstopp waren um 20 Uhr alle platt und starteten wohl-verdient in die Ferien und man konnte wohl zuletzt an den Instagrambildern erkennen, dass es allen #schillerkillern und #goethekennern gefallen hat.

Denise Friemann