Erziehungswissenschaften

Erziehungswissenschaften (EW) – was steckt dahinter?

Erzogen wurden wir doch alle, allerdings bisweilen mehr schlecht als recht. Ist EW dann sozusagen der Führerschein, den wir alle bräuchten, um den Nachwuchs (oder die nachwachsende Generation) besser zu erziehen?

Die Antwort lautet: Nein!

Im Fach EW (oft als Pädagogik bezeichnet) geht es keineswegs nur um Erziehung, sondern um eine ganze Reihe anderer Wissenschaften (z.B. Psychologie, Soziologie, Anthropologie, Verhaltensbiologie, Philosophie, etc.), die sich mit entsprechenden Themen beschäftigen, wie etwa mit der Frage der Identität oder des Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen.

„Wer bin ich und wenn ja wie viele? (Foto : Christian Drackert)

EW/Pädagogik – Ein Mädchenfach?

Der Pädagogikunterricht dreht sich nicht um Erziehungstipps für spätere Mütter (und Väter), denn es geht um viel mehr als um Einblicke in die Erziehungspraxis, wie die Themen zeigen. Indem wir menschliche Entwicklung im Kontext von Gesellschaftsvorgängen reflektieren, wird an vielen Stellen die eigene Identitätsbildung transparent gemacht – dies betrifft alle Menschen, Jungen wie Mädchen.

„Erlebnispädagogik“ (Foto: Nackte Mühle)

Für welche Berufe ist das Fach EW/Pädagogik hilfreich?

Der Unterricht bereitet unter anderem auf ein Studium der Pädagogik oder Sozialpädagogik vor. Die beruflichen Möglichkeiten nach einem erziehungswissenschaftlichen Studium an einer Universität/Hochschule sind vielfältig:

  • Beratungstätigkeit
  • Medienpädagogik
  • Organisations- und Personalentwicklung
  • Aus- und Weiterbildung, Kultur- und Freizeitarbeit
  • Veranstaltungsorganisation
  • Schule
  • Universität/Forschung
  • Gerontologie…

Wer sich für ein erziehungswissenschaftliches Studium entscheidet, kann (genau wie im Anschluss an ein Psychologiestudium) auch eine Ausbildung als Therapeut/-in anstreben (z.B. als Kinder- und Jugendtherapeut/in.

„Antizipation von Erwartungen“ (Foto: Daniel Milner)

Mit welchen Themen beschäftigt sich die Erziehungswissenschaft?

Im Einzelnen geht es darum,
  • wie wir uns entwickeln
  • wie wir denken
  • warum manche Menschen aggressiver sind als andere
  • auf welcher moralischen Stufe wir argumentieren
  • mit welchen Therapien man Essstörungen in den Griff bekommen kann
  • was eine positive oder negative Identität ist
  • wie wir Realität produktiv verarbeiten
  • was Bildung bedeuten kann oder soll
  • wie unser Bildungssystem in Deutschland aufgebaut ist
  • wie gut wir Deutschen sind oder etwa was und ob PISA uns allen gebracht hat
  • wie verschiedene Kulturen besser miteinander klar kommen
  • was die Erfolgsfaktoren von Schülern mit Migrationhintergrund sind

(Foto: Theater Marabu)


„Multi-Kulti“ (Foto: Grüne Jugend)

Natürlich geht es auch um
  • Erziehungsstile im Elternhaus
  • Erziehungskonzepte in Kindergärten und Schulen, wie zum Beispiel Montessoripädagogik oder Reggio-Pädagogik

„Kinder als junge Forscher“ (Foto: Barefoot)

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